Finanzlexikon / Glossar
ABSSiehe Asset-backed Securities
Ad-hoc-PublizitätAktiengesellschaften, welche an der Börse kotiert sind, sind gesetzlich verpflichtet, kursbeeinflussende Fakten und Ereignisse unverzüglich zu publizieren. Zweck ist die Sicherstellung von Transparenz und die Gleichbehandlung der Anleger sowie die Funktionsfähigkeit der Effektenmärkte. Die Ad-hoc-Publizität dient ebenfalls der Insiderprävention, indem alle kursrelevanten Informationen schnellstmöglich verbreitet werden und ein allfälliger Informationsvorsprung von Insidern gegenüber den übrigen Marktteilnehmern abgebaut wird. Kursbeeinflussende Fakten sind z.B. Gewinneinbrüche, Fusionen oder geplante Übernahmen.
ADRAbkürzung für American Depository Receipts. Von US-amerikanischen Banken ausgestellte, an der Börse handelbare Aktienzertifikate über bei ihnen hinterlegte Aktien. Ein ADR kann sich auf mehrere Aktien, nur auf eine oder auch auf einen Bruchteil einer Aktie beziehen. Hauptsächlich an amerikanischen Börsen werden ADRs anstelle von ausländischen Aktien gehandelt. Durch ADRs wird für Aktiengesellschaften der Marktzutritt erleichtert, da sie sich nicht dem vollständigen Zulassungsverfahren der Börsenaufsicht unterziehen müssen.
AGAbkürzung für Aktiengesellschaft. Sie ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), deren Eigentümer (Aktionäre) mit Ihrer Grundeinlage beteiligt sind. Nur die Aktiengesellschaft haftet für die Verbindlichkeiten der AG.
AgioBedeutet Aufgeld bei der Emission von Wertpapieren und weist die Differenz zwischen dem Nennwert und dem Ausgabepreis aus.
AHVAbkürzung für Alters- und Hinterbliebenenversicherung. Sie bildet die erste staatliche Säule des Schweizer Vorsorgesystems. Dank ihr soll das Existenzminimum gesichert werden. Frauen erhalten ab Alter 64 und Männer ab Alter 65 eine ordentliche Rente aus der AHV.
AHV-AufschubDer AHV-Bezug kann auf Wunsch aufgeschoben werden, was später zu einer höheren Rente führt. Die minimale Aufschubsdauer beträgt ein Jahr. Die maximale Aufschubsdauer darf fünf Jahre nicht überschreiten.
AHV-Beiträge für NichterwerbstätigeNichterwerbstätige müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV entrichten. Die Beitragspflicht endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht ist. Bei einer frühzeitigen Pensionierung wird die Höhe der Beiträge auf Grund des steuerbaren Vermögens und des 20fachen jährlichen Renteneinkommens berechnet.
AHV-VorbezugDie AHV kann auf Wunsch der versicherten Person um ein oder zwei Jahre vorbezogen werden. Die Kürzung beträgt 6.8% pro Vorbezugsjahr, wobei Frauen bis Jahrgang 1947 von einem Sondersatz von 3.4% profitieren.
AktieEin Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
AktienbuchAktiengesellschaften, die Namensaktien emittiert haben, sind dazu verpflichtet ein Aktienbuch (Aktienregister) zu führen. Dort ist jeder Aktionär mit Name, Geburtsdatum und Adresse aufgelistet. Wer nicht im Aktienbuch eingetragen ist, zählt nicht als Aktionär.
Aktienfondssiehe Fonds
Aktiengesellschaftsiehe AG
Aktienindexsiehe Index
AktienkapitalDas Grundkapital einer Aktiengesellschaft, In der Schweiz beträgt es im Minimum 100'000 Franken.
AktienmarktAuf dem Aktienmarkt werden Aktien gehandelt. Nebst der Börse gibt es noch einen Graumarkt oder ausserbörslichen Handel. Wird häufig als Synonym für die gesamte Börse verwendet.
AktienpaketGrössere Anzahl Aktien einer Gesellschaft, die als Ganzes gehandelt werden.
Aktienregistersiehe Aktienbuch
AktiensplitUmwandlung einer bestehenden Aktien in mehrere neue Aktien. Ein Aktiensplit im Verhältnis 2:1 bedeutet, dass der Aktionär in Zukunft anstatt eine, neu zwei Aktien besitzt. Durch den Aktiensplit soll die Aktie optisch günstiger und damit attraktiver erscheinen.
AktionärEigentümer von Aktien einer AG und damit Miteigentümer der Gesellschaft.
AktivgeschäftSammelbegriff für alle Bankgeschäfte, die die Aktivseite der Bankbilanz betreffen. Dazu gehören v.a. Forderungen gegenüber Kunden wie Hypotheken oder Kredite. (Gegensatz: Passivgeschäft)
AktivzinsenZinseinnahmen der Banken aus Kredit- und Hypothekargeschäfte.
Alte AktienAktien, die bereits vor einer Kapitalerhöhung im Umlauf waren.
American Stock ExchangeAuch Amex genannt. Weltweit grösste Börse in den USA.
Amexsiehe American Stock Exchange
amortisierenRückzahlung der auf einer Liegenschaft lastenden Hypothek. Eine Amortisation kann Schrittweise erfolgen, was bei einer Hypothek im 2. Rang üblich ist. Ob eine Hypothek amortisiert werden soll, hängt in erster Linie von der Gesamtvermögensstruktur und der individuellen Steuersituation des Liegenschaftseigentümers ab.
AnalystenVersuchen mit verschiedenen Methoden ein möglichst genaues Bild einer Aktiengesellschaft zu gewinnen und geben entsprechende Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ab. Analystenkommentare können kurzfristig starke Auswirkungen auf die Kursentwicklung einzelner Wertpapiere haben.
AnlagefondsEin Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren.
AnlageinstrumentSämtliche Anlagemöglichkeiten, die einem Investor zur Auswahl stehen.
AnlagestrategieHäufig verwendete Bezeichnung für die Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Anlagekategorien mit unterschiedlichem Risiko. Die gewählte Anlagestrategie ist sehr entscheidend für die Schwankungen des Anlagevermögens und die erwartete langfristige Rendite.
Anleihesiehe Obligation
Antizyklisches AnlegenDer Investor handelt gegen den aktuellen Markttrend. Er kauft Aktien, wenn alle Investoren verkaufen und umgekehrt. Er glaubt, dass sich
Aktienkurse mittelfristig an der fairen Bewertung orientieren und lässt sich nicht von kurzfristigen Trends leiten.
ArbitrageAusnützen von Kursunterschieden gleicher Güter oder Anlagen auf verschiedenen Märkten. Die Anlagen werden auf dem günstigsten Markt gekauft und gleichzeitig auf dem teuersten Markt verkauft.
Asset-backed SecuritiesOberbegriff für Anleihen, die mit gebündelten Vermögenswerten gesichert sind. Eine Form von ABS's sind die sogenannten MBS (Mortgage-backed Securities), bei denen Hypotheken hinterlegt werden. Spezialisierte Institute bündeln und verbriefen die Assets und platzieren sie unter Investoren.
AusgabeaufschlagOft werden dem Kunden beim Kauf eines Fonds Kommissionen in Rechnung gestellt. Diese können je nach Fonds und Anbieter bis 5% ausmachen und gehen zu Lasten des Investors bzw. dessen Rendite.
AusgabekommissionBei einigen Fonds wird eine Ausgabe- und/oder Rücknahmekommission belastet, die nicht mit dem Ausgabeaufschlag zu verwechseln ist. Sie dient dem Schutz der bestehenden Fondsanleger und hat zum Ziel, die durch Zu- und Abflüsse generierten Kosten wie beispielsweise Transaktionsgebühren für den Fonds bzw. die bestehenden Anleger, zu kompensieren.
AusgabepreisPreis, den Investoren bei der Emission von Wertpapieren zu zahlen haben oder Verkaufspreis von Fondsanteilen.
Ausländische ObligationenEs gibt zwei Arten von ausländischen Obligationen. Zum einen sind es Obligationen, die im Ausland emittiert werden und auf die jeweilige Währung lauten und zum anderen sind es Obligationen von ausländischen Schuldnern, die in der Schweiz in Schweizer Franken emittiert werden.
AusschüttungMeistens versteht man darunter die Auszahlung des Unternehmensgewinns in Form von Dividenden an die einzelnen Aktionäre.
Ausserbörslicher HandelHandel mit Wertpapieren ausserhalb der regulären Börsensitzung. Meistens handelt es sich um grosse Transaktionen zwischen Marktteilnehmern, bei denen der Preis zwischen den Parteien frei vereinbart wird.
BaisseDieser französische Begriff steht für eine anhaltend negative Börsenphase mit fallenden Kursen (Gegenteil zu Hausse).
BasispunktEin Basispunkt entspricht einem Hundertstel Prozentpunkt. Der Ausdruck Wird oftmals bei Zinsangaben bzw. Vergleichen verwendet.
BasketAus mehreren Wertpapieren zusammengestellter Korb, der als Basis eines Finanzproduktes dient.
Bear MarketZeichnet sich durch fallende Kurse und negativer Erwartungshaltung für die Börsenzukunft aus (Gegensatz: Bull Market)
Bearishsiehe Bear Market
BenchmarkMassstab zur vergleichenden Evaluierung der Rendite einer Investitione oder eines Anlegers. Meistens wird ein bekannter Index als Messlatte gewählt. Für weltweit investierende Aktienanleger ist das der MSCI World. Ziel des Anlegers muss sein, den gewählten Index langfristig zu übertreffen ohne ein höheres Risiko einzugehen.
BestandespflegekommissionUnter Bestandespflegekommissionen versteht man Retrozessionen, die in regelmässigen Abständen von Fondsgesellschaften an Banken oder Vermögensverwalter bezahlt werden. Sie berechnen sich üblicherweise in Prozenten der Verwaltungsgebühr des Fonds. Fondsgesellschaften belohnen damit Banken und Vermögensverwalter, wenn sie ihre Produkte einsetzen.
BestandsretrozessionSie werden in regelmässigen Abständen von Banken oder Anbietern von Finanzprodukten bezahlt. Der Grund für die Zahlung ist kein einmaliges Ereignis (wie beispielsweise eine Transaktion), sondern die Tatsache, dass ein gewisser Zustand (beispielsweise das Halten eines Finanzproduktes) über einen gewissen Zeitraum vorliegt. Vermögensverwalter werden beispielsweise von Produktanbieter oftmals belohnt, wenn sie Fonds oder strukturierte Finanzlösungen während einer gewissen Zeit in den Depots ihrer Kunden halten.
BetafaktorGibt an wie sich eine Aktie im Verhältnis zu seinem Vergleichsindex entwickeln sollte. Ein Beta von 1.2 bedeutet, dass die Aktie bei einem Anstieg des Vergleichswertes von 10% um rund 12% zulegen sollte und bei einer Korrektur von 10% ensprechend 12% verliert. Geht ein Anleger oder Vermögensverwalter
grössere Risiken als der Gesamtmarkt ein, so sollte er auch eine höhere Rendite ausweisen können.
BezugsverhältnisKommt bei einer Kapitalerhöhung zum tragen und bezeichnet beim Bezug neuer Aktien das Verhältnis zwischen dem bisherigen Grundkapital und der Kapitalerhöhung. Ein Bezugsverhältnis von 3:1 bedeutet zum Beispiel, dass bisherige Aktionäre für 3 Aktien eine neue beziehen können.
BilanzGegenüberstellung der Aktiv- und Passivseite eines Unternehmens zur Darstellung seiner finanziellen Situation. Der Analyst generiert aus einer Bilanz verschiedene Kennzahlen, die für die Fundamentalanalyse von Bedeutung sind.
BonitätMassstab für die Kreditwürdigkeit eines Schuldners. Eine hohe Bonität bedeutet, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten mit grosser Wahrscheinlichkeit auch in einer schwierigen Marktsituation zurückzahlen kann (eine hohe Bonität weisen z.B. der Bund oder die Kantone auf). Eine tiefe Bonität weisen Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten auf. Für das zusätzlich eingegangene Risiko verlangt der Gläubiger eine höhere Rendite.
BonitätsrisikoRisiko des Gläubigers, dass der Schuldner seinen Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen nicht oder nicht zeitgerecht nachkommt.
Bookbuilding VerfahrenVerfahren zur Festlegung eines marktkonformen Emissionspreises im Zusammenhang mit dem Gang an die Börse eines Unternehmens.
BörsenmaklerPersonen, die gewerbsmässig Börsengeschäfte zwischen Käufer und Verkäufer vermitteln.
BRIC-StaatenAbkürzung für die Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Ihnen wird ein hohes Wachstumspotenzial zugetraut, weshalb immer mehr Finanzdienstleister Anlagemöglichkeiten für diese Staaten anbieten.
Bull MarketZeichnet sich durch steigende Aktienmärkte und einer anhaltend positiven Grundstimmung an den Aktienmärkten aus (Gegenteil: Bear Market).
BundesobligationObligation, die vom Staat (Bund) emittiert wird. Damit kann der Bund bei den Anlegern Geld aufnehmen. Der Gläubiger erhält dafür einen festen Zins ohne grosses Risiko, da der Staat eine hohe Bonität aufweist.
Buy on bad newsBörsenweisheit, die besagt, dass man Aktien dann kaufen soll, wenn das Unternehmen schlechte Nachrichten verkünden muss. Oft werden die Investoren durch kurzfristiges Denken geleitet und steigen in solchen Situation aus, wodurch sich für den Langfristinvestoren gute Anlagemöglichkeiten geboten werden (siehe auch antizyklisches Anlegen).
Call-OptionRecht zum Kauf des Basiswertes zu einem im Voraus festgelegten Preis. Der Käufer einer Call-Option auf eine bestimmte Aktie rechnet mit einem Anstieg dieser Aktie und möchte überproportional vom erwarteten Kursanstieg profitieren (Gegenteil: Put-Optionen).
Cash FlowEnglischer Begriff für Liquiditätszufluss und bezeichnet den Nettozugang an flüssigen Mitteln aus dem Umsatz des Unternehmens. Aus der Höhe des Cash Flows und vor allem in der langfristigen Entwicklung lassen sich Rückschlüsse auf die Eigenfinanzierungskraft des Unternehmens ziehen.
Cat bondsCat Bonds sind in Obligationen verbriefte Unfall- und Schadenversicherungsrisiken. In erster Linie sollen Risiken von Extremereignissen abgesichert bzw. weitergegeben werden.
ChartGrafische Darstellung von Kursentwicklungen von Wertpapieren oder Indices. Sie dienen als Grundlage für die technische Wertpapieranalyse (Chartanalyse).
ChartanalyseAus dem Kursverlauf der Vergangenheit wird versucht, die zukünftige Kursentwicklung zu prognostizieren.
Cost-Average-EffektBei Investitionen gleicher Höhe in regelmässigen Abständen erwirbt der Anleger bei tiefen Kursen relativ mehr, bei hohen Kursen relativ weniger Anteile. So wird ein günstigerer Durchschnittskurs erzielt und der Anleger kann von der langfristig positiven Börsenentwicklung profitieren. Der Cost-Average-Effekt kommt beim regelmässigen Sparen, z.B. bei regelmässigen Einzahlungen in einen Sparplan oder beim langfristigen Aufbau eines Depots zum tragen.
CourtageGebühren, die der Kunde seiner Bank für den Kauf und Verkauf von Wertschriften bezahlt. Meistens entspricht der Betrag einem prozentualen Wert der Transaktionsgrösse.
CrashMassiver Kurseinbruch von Wertpapieren auf breiter Front. Zu den bekanntesten Crashes gehören der Schwarze Freitag im Oktober 1929, der Oktober 1987 und das Platzen der Technologieblase im Jahr 2000. Bei diesem Crash handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Kurssturz, sondern um eine stetige Abwärtsbewegung über einen langen Zeitraum.
DachfondsEine Art von Investmentfonds, bei der vom Fondsmanager nicht in einzelne Titel, sondern in andere Fonds investiert wird. Ziel ist eine noch grössere Diversifikaktion zu erreichen. Diese Art von Fonds haben hohe (z.T. versteckte) Gebühren.
DAXDeutscher Aktienindex. Er spiegelt die 30 wichtigsten Standardtitel Deutschland wider und wurde am 1. Juli 1988 eingeführt.
Day TradingHandel mit Wertpapieren unter sehr kurzfristigen Aspekten. Beim Daytrading wird nicht primär auf Fundamentaldaten geachtet, sondern auf kurzfristige Trends, Markpsychologie und Chartanalyse. Beim Day Trading werden die offenen Positionen am Ende des Handelstages normalerweise wieder geschlosssen.
DepotbankKundengelder werden nicht beim Vermögensverwalter aufbewahrt, sondern bei einer externen Bank. Die Bank ist die Abwicklungsstelle aller Bankgeschäfte und Finanztransaktionen und ermöglicht dem Verwalter den Zugang zur Börse. Es ist sichergestellt, dass die Gelder vom Gesellschaftsvermögen des Vermögensverwalters strikt getrennt und von einer Veruntreuung oder Insolvenz nicht tangiert sind.
DerivateSammelbegriff für Finanzinstrumente, die von anderen Basiswerten abgeleitet sind und deren Kurse von der Preisentwicklung dieser Werte abhängig sind. Oft werden Derivate mit einem Hebeleffekt ausgestattet und reagieren damit überproportional auf Kursbewegungen des Basiswertes. Sie können zur Absicherung von Wertschriftendepots oder auch als Spekulationsinstrumente eingesetzt werden.
DiversifikationBegriff für die breite Streuung von Wertschriftenanlagen, um das Risiko von Verlusten zu reduzieren. Der Anleger muss jedoch berücksichtigen, dass er das sogenannte systematische Risiko (Marktrisiko) von Wertschriften nicht reduzieren kann.
Emerging MarketsSiehe Schwellenländer
Enger MarktAls "eng" gilt ein Markt, der auf Grund zu geringer Umsätze nicht jederzeit liquide ist. Aufgegebene Orders können nicht oder nur teilweise ausgeführt werden.
Exchange Traded Fundssiehe ETF's
Externer VermögensverwalterEin Vermögensverwalter, der nicht von einer Bank angestellt ist. Externe Vermögensverwalter werden in der Schweiz oft auch als unabhängige Vermögensverwalter bezeichnet. Wirklich unabhängig können externe Vermögensverwalter aber selten agieren, weil sie mit einzelnen Banken oder Produktanbietern eng zusammen arbeiten oder Provisionen / Retrozessionen erhalten.
FinanzberaterAls Finanzberater (auch Vermögensberater, Bankberater oder Kundenberater) gilt jeder, der Kunden in irgend einer Form im Zusammenhang mit ihren Finanzen (teilweise auch Versicherungen) berät. Auch wenn das Wort "Berater" vermuten lässt, dass die Interessen des Kunden an oberster Stelle sind, muss dies nicht immer der Fall sein. Denn Berater, die Provisionen (Kickbacks und Retrozessionen) erhalten, werden schnell zu Verkäufern, die auch ihre eigenen (finanziellen) Interessen berücksichtigen.
Floating Rate NotesAnleihen mit einem variablen Zinssatz. Dieser wird regelmässig den jeweiligen Marktbedingungen angepasst. Als Referenzzinssatz gilt meist der Libor oder der Euribor. Auf Grund der regelmässigen Anpassungen schwanken die Kurse von Floating Rate Notes nur gering.
Fondsausgabeaufschlagsiehe Ausgabeaufschlag
FondsgesellschaftGesellschaft, die Anlagefonds / Investmentfonds managt. Sie wird auch als Investment- oder Kapitalanlagegesellschaft bezeichnet. Zweck ist die Beschaffung von Geldern durch den Verkauf von Anteilsscheinen (Fondsanteilen), um damit Investments zu tätigen. Fonds werden von einem Fondsmanager verwaltet, der die Investment-Entscheidungen für das im Fonds enthaltene Vermögen trifft. Fondsgesellschaften zahlen Provisionen (Kickbacks / Retrozessionen) an Vertriebspartner, wenn diese ihre Fonds empfehlen oder einsetzen.
FremdkapitalSumme aller Verbindlichkeiten eines Unternehmens
FundamentalanalyseAnalyse von Wertschriften, die sich an den Unternehmenszahlen und volkswirtschaftlichen Faktoren orientiert. Es wird untersucht, ob eine Aktie im Marktvergleich eher über- oder unterbewertet ist und welches Kurspotenzial sie entsprechend aufweist.
GeldmarktMarkt für kurzfristige Guthaben und Kredite mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Längerfristige Verbindlichkeiten werden als Kapitalmarktanlagen bezeichnet.
GeneralversammlungDie Generalversammlung ist ein Organ der Aktiengesellschaft bei der Beschlüsse gefasst und die Interessen der Aktionäre vertreten werden. Entsprechend seinem Aktienbesitz ist jeder Aktionär zur Stimmabgabe an der Generalversammlung berechtigt.
Gewinn pro AktieDer insgesamt erzielte Unternehmensgewinn wird durch die Anzahl bestehender Aktien dividiert. Somit weiss jeder Aktionär genau, wie hoch sein Gewinnanteil am Gesamtergebnis ist. Die Analysten verwenden diese Kennzahl für die Bestimmung des gerechtfertigten Aktienpreises.
GewinnmitnahmeVerkauf von Wertpapieren um die bereits erzielte Gewinne zu realisieren. Dies macht der Anleger vor allem, wenn er in Zukunft mit tieferen Kursen rechnet, das Geld für einen anderen Zweck braucht (z.B. Einkommenssicherstellung) oder aussichtsreichere Anlagemöglichkeiten sieht.
GläubigerStammt vom lateinischen Wort credere (glauben). Der Kreditgeber glaubt, dass der Schuldner seinen Pflichten nachkommt und das Darlehen zurückzahlt.
Going PrivateGegenteil von Going Public. Ein börsenkotiertes Unternehmen soll in Zukunft nicht mehr an der Börse gehandelt werden. Die freien Aktionäre erhalten ein Abfindungsangebot. Meistens handelt es sich um Aktien, die an der Börse selten gehandelt werden und die Kosten der Börsennotiz aus Unternehmenssicht zu hoch sind.
Grauer MarktUnreglementierter Kapitalmarkt ausserhalb der Börsen, der relativ schlecht einzuschätzen ist.
GrenzsteuersatzDer Grenzsteuersatz gibt an, in welcher Steuerprogression sich der Steuerzahler befindet. Ein Grensteuersatz von 35% auf die letzten 1'000 Franken bedeutet zum Beispiel, dass die Steuerrechnung um 350 Franken zunimmt, wenn der Steuerzahler sein Einkommen um 1'000 Franken erhöhen kann. Bei der Optimierung der Steuersituation ist der Grenzsteuersatz der wichtigste Parameter.
Growth StrategieAnlagestrategie, bei der Aktien mit einem hohen erwarteten Gewinn- und Umsatzwachstum gekauft werden. Diese Aktien werden häufig mit einem höheren Kurs-/ Gewinnverhältnis gehandelt als Aktien mit einem hohen Buchwert (siehe Value Strategie).
GrundkapitalAnzahl Aktien multipliziert mit dem Nennwert der Aktien. In der Schweiz ist für die Aktiengesellschaft ein Grundkapital von 100'000 Franken vorgeschrieben. Der Aktionär ist entsprechend dem Nennwert seiner Aktien am Grundkapital und damit an der AG beteiligt.
HausseFranzösischer Begriff für eine anhaltend positive Börsenphase mit steigenden Kursen (Gegenteil zu Baisse).
High-Water-Mark (Hochwassermarke)Prinzip, wonach ein Vermögensverwalter erst dann wieder an Gewinnen beteiligt wird, wenn eventuelle Verluste aus früheren Abrechnungsperioden durch erwirtschaftete Gewinne vollständig kompensiert sind.
HypothekarmodellEs gibt viele verschiedene Hypothekarmodelle und Banken lassen sich immer neue Varianten einfallen, um die Bedürfnisse der Kunden befriedigen zu können. Die wichtigsten beiden Modelle sind die Festhypothek und die variable Hypothek. Alle Modelle, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich ist, setzen sich irgendwie aus diesen beiden Varianten zusammen. Sie kombinieren üblicherweise einen festen und eine variablen Zinsanteil. Oftmals kommt eine Absicherung gegen steigende Zinsen hinzu.
Implizite VolatilitätDie historische Volatilität beruht auf Vergangenheitswerten, die implizite Volatilität auf den Zukunftserwartungen des Marktes. Die implizite Volatilität sagt aus, wie hoch die erwarteten Risiken eines Wertpapiers (Kursschwankungen) in Zukunft sind. Weil die erwartete Volatilität eines Wertpapiers bei der Berechnung von Preisen für Optionen eine wichtige Rolle spielt, kann über den Optionspreis die vom Markt erwartete Volatilität des jeweiligen Basiswertes hergeleitet werden. Die implizite Volatilität wird in Prozenten ausgedrückt und je höher der Wert ist, desto höhere Schwankungen erwarten die Anleger. Grosse Unterschiede beim Vergleich der historischen mit der impliziten Volatilität sind meistens auf aussergewöhnliche Marktkonstellationen zurückzuführen.
Indexaktiesiehe ETF's
InsidergeschäfteBörsengeschäfte von Personen, die kursrelevante Informationen ausnutzen, welche sie auf Grund Ihrer Stellung oder Tätigkeit frühzeitig erhalten haben.
Institutionelle AnlegerInstitutionelle Anleger sind üblicherweise juristische Personen, die mit hohen Investitionsvolumen am Kapitalmarkt auftreten. Dazu zählen beispielsweise Banken, Kreditinstitute, Pensionskassen, Versicherungen oder Investmentgesellschaften.
Investmentgesellschaftsiehe Fondsgesellschaft
KapitalanlageUmgangsprachlich ein Synonym für Geldanlage mit dem Ziel einer langfristigen Rendite.
Kapitalanlagegesellschaftsiehe Fondsgesellschaft
KapitalerhöhungDurch die Erhöhung des Grundkapitals steht der Aktiengesellschaft mehr Geld für Investitionen zur Verfügung. Die Aktionäre sind im Normalfall gemäss ihrem bisherigen Anteil am Grundkapital zum Bezug neuer
Aktien berechtigt (siehe Bezugsrecht).
KapitalfluchtÜberweisung von Kapital ins Ausland wegen politischer oder wirtschaftlicher Unsicherheit oder dem Wunsch nach Sicherheit.
Kapitalgewinnsiehe Kursgewinn
KapitalmarktMarkt für Beteiligungskapital und Kredite mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr.
Kickbacks (auch Kick-backs)Sammelbegriff für Rückvergütungen (Retrozessionen) von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter, Finanzberater oder einen anderen Finanzintermediär. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und in der Finanz- und Versicherungsbranche weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen und der Vermittlung von Hypotheken als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie z.B. Anlagefonds, Hedge Funds oder strukturierten Produkten bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden.
KorrelationMass für den linearen Zusammenhang zwischen zwei Zahlenreihen (z.B. Rendite zweier Wertpapiere oder gegenüber des Gesamtmarktes). Eine negative Korrelation bedeutet, dass bei sinkendem Wert der einen Variable die andere Variable zunimmt. Eine positive Korrelation bedeutet, dass bei steigendem Wert der einen Variable auch die andere Variable zunimmt.
Kurs-Gewinn-VerhältnisWichtige Kennzahl zur Beurteilung eines Aktienkurses. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) errechnet sich aus dem aktuellen Börsenkurs, dividiert durch den ausgewiesenen oder für das Jahr erwarteten Gewinn pro Aktie.
Kurs-Umsatz-VerhältnisKurs dividiert durch den Umsatz pro Aktie. Da der Umsatz kurzfristig weniger stark beeinflusst werden kann als der Gewinn, ist diese Kennzahlen in vielen Fällen aussagekräftiger als das Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Large Capssiehe Blue Chip
LeerverkaufVerkauf von Wertschriften, Devisen oder Waren, die der Verkäufer noch gar nicht besitzt. Er rechnet mit fallenden Kursen. In diesem Fall verkauft er die Wertpapiere teuer und kauft sie später günstiger zurück. Leerverkäufe werden häufig von Hegde Funds getätigt.
LeitwährungWährung, in der internationale Geschäfte getätigt werden und damit weltweite Bedeutung geniesst. Die bedeutendste Währung stellt der US-Dollar dar. Der Euro hat sich in den letzten Jahren ebenfalls zu einer wichtigen Leitwährung entwickelt.
LiquidationAuflösung eines Unternehmens. Bei der Liquidation eines Unternehmens werden zunächst alle Gläubiger befriedigt und danach wird das verbleibende Kapital unter die Aktionäre verteilt.
LiquidationswertVerkaufswert sämtlicher Unternehmensteile bei der Liquidation einer Firma.
Liquider MarktMarkt mit häufigen und auch grossen Transaktionen. Der Kauf und Verkauf zum aktuellen Kurs ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
LiquiditätGelder, die einem Unternehmen oder einer Privatperson sehr rasch zur Verfügung stehen. Bei Wertschriften gibt die Liquidität an, wie schnell die Anlage in Geld umgemünzt werden kann.
Load-FondsAnlagefonds, bei denen ein Ausgabeaufschlag verrechnet wird.
LombardkreditBankkredit gegen Verpfändung von Wertschriften. Banken akzeptieren für Aktien eine Belehnungsgrenze von rund 50% und für Obligationen von erstklassigen Schuldnern eine solche von rund 80%. Fällt der Wert des Depots unter eine gewisse Grenze, so muss der Anleger nachzahlen oder weitere Sicherheiten leisten. Die Aufnahme eines Lombardkredites lohnt sich nur, wenn die Rendite des Depots die Kosten für den Kredit übertrifft.
Long/Short-StrategieEine der wichtigsten Strategien von Hedge Fonds. Durch Käufe von eher tief bewerteten Aktien und Leerverkäufe von eher hoch bewerteten Aktien wird versucht, eine von der Gesamtentwicklung des Aktienmarktes unabhängige Rendite zu erwirtschaften.
Maklersiehe Börsenmakler
MakroökonomieTeilgebiet der Volkswirtschaftslehre, welches Fragen nach dem Verhalten der Wirtschaft als Ganzes, so beispielsweise Wachstum, Konjunktur, Beschäftigung, Inflation, Wechselkurse, Aktienkurse usw. untersucht.
Management FeeJährliche Verwaltungsgebühr von Wertschriftenfonds und ähnlichen Produkten wie Zertifikate, ETF's und strukturierte Produkte. Sie werden in Prozent des investierten Kapitals berechnet. Es gibt erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern und Produktarten. Je nach Finanzprodukt können zur Management Fee weitere Produktgebühren (z.B. für den Vertrieb, die Administration etc.) hinzukommen.
MarginZahlungsleistung, die zum Erstellen einer Future Position erforderlich ist.
Margin CallNachzahlungsaufforderung beim Unterschreiten des Futures einer bestimmten Grenze. Kommt der Kunde dieser Aufforderung nicht nach, wird die Position glatt gestellt.
Market MakerMakler oder Banken, die sich verpflichtet haben, für bestimmte Produkte verbindliche Kaufs- und Verkaufskurse zu stellen. Damit soll ein einigermassen liquider Markt sichergestellt werden.
MidcapsAktiengesellschaften mit mittelgrosser Börsenkapitalisierung.
MitarbeiteraktienAktien, die Mitarbeiter zu Sonderkonditionen erhalten und dafür im Normalfall über einen gewissen Zeitraum gesperrt sind.
Mündelsichere AnlagenWertpapiere, die ein sehr geringes Risiko aufweisen. Dazu gehören vor allem Obligationen des Bundes und der meisten Kantone.
NamenaktieAuf den Namen des Aktionärs lautende Aktie. Der Inhaber der Namensaktie wird in das Aktienbuch der AG eingetragen.
NASDAQNational Association of Securities Dealers' Automated Quotation. Amerikanische Computerbörse, an der überwiegend Technologietitel gehandelt werden. Gehört inzwischen zu den wichtigsten Börsen der Welt.
NAVsiehe Net Asset Value
Net Asset ValueGesamtwert des Vermögens eines Anlagefonds (Nettoinventarwert oder tatsächlicher innerer Wert).
Never catch a falling knifeGreife nie in ein fallendes Messer. Alte Börsenweisheit, derzufolge man nie eine fallende Aktie kaufen sollte, selbst wenn der Kurs verlockend niedrig erscheinen mag. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs noch weiter falle sei zu gross.
No-Load-FondsAnlagefonds, bei denen kein Ausgabeaufschlag erhoben wird.
NominalzinsVerzinsung, die man bezogen auf den Nennwert einer Obligation prozentual erhält.
Normale ZinsstrukturBezeichnung für die Situation am Kapitalmarkt, in der die Renditen auf Verfall von langfristigen Obligationen höher liegen als jene von kurzfristigen Anleihen. (Gegenteil: Inverse Zinsstruktur)
NotenbankDie mit der Ausgabe von Banknoten betraute Bank. In der Schweiz ist es die Nationalbank.
ObligationWertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
Offshore-MärkteInternationale Finanzplätze mit Standortvorteilen wie Kapitalverkehr ohne Meldepflicht oder steuerliche Vergünstigungen.
Over the counter MarketMarkt für ausserbörslich gehandelte Wertschriften. Sie werden dem Käufer direkt von Banken oder Finanzdienstleistern angeboten.
P/E-RatioEnglische Bezeichnung für Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Das KGV errechnet sich aus dem aktuellen Börsenkurs, dividiert durch den ausgewiesenen oder erwarteten Gewinn pro Aktie.
PariBezeichnung für einen Ausgabekurs, bei dem der Nennwert und der Kurswert identisch sind. Eine Obligation, die zu Pari angeboten wird, weist demnach einen Kurswert von 100% auf.
PensionskasseEine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Sie finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte.
Pensionskasseneinkaufiele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung.
PerformanceGebräuchliche englische Bezeichnung für Rendite. Stellt die prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum dar. Die Performance kann in absoluten Zahlen oder im Vergleich zu einem Vergleichsindex ermittelt werden.
Performance-AnalyseVergleichende Bewertung der Rendite von verschiedenen Anlageinstrumenten oder Strategien.
Price-Earnings-Ratiosiehe P/E-Ratio
PrimärmarktMarkt, auf dem neu emittierte Wertschriften erstmals abgesetzt werden. Werden die Wertschriften danach gehandelt, so spricht man von einem Sekundärmarkt (Börse).
Private EquityPrivate Equity ist ein Überbegriff für das von privaten und institutionellen Investoren beschaffte Beteiligungskapital an nicht an der Börse kotierten Unternehmen. Die Investoren beteiligen sich mit Risikokapital an der Unternehmung oder kaufen das gesamte Eigenkapital.
Privates Beteiligungskapitalsiehe Private Equity
ProduktanbieterProduktanbieter sind Unternehmungen, die sich auf die Konstruktion und Bewirtschaftung von Finanzprodukten aller Art spezialisiert haben. Es handelt sich beispielsweise um Fondsgesellschaften, Anbieter von strukturierten Produkten oder Stiftungen. Oftmals treten Banken selber als Produktanbieter auf. Unabhängige Produktanbieter haben oftmals kein eigenes Vertriebsnetz und sind dadurch auf Vertriebspartner angewiesen.
Prozyklisches AnlegenAnlagestrategie folgt dem aktuellen Markttrend. Gekauft wird in einem steigenden Markt und verkauft, wenn der Trend nach unten zeigt. Ziel ist, ausgeprägte Trends zu seinen Gunsten zu nutzen, sich möglichst früh an einem Aufwärtrend zu beteiligen und bei kehrenden Märkten zu verkaufen (Gegensatz: Antizyklisches Anlegen)
QuartalZeitraum von drei Monaten. Die meisten börsenkotierten Unternehmen publizieren die Ertragszahlen
quartalsweise.
QuartalsdividendeIm Gegensatz zur Schweiz schütten die meisten amerikanischen Unternehmen alle drei Monate Dividenden an die Aktionäre aus.
Rally/ RallyeWeit verbreitete Bezeichnung für eine stark ansteigende Börsenphase.
RatingBeurteilung der Bonität eines Unternehmens, d.h. die Fähigkeit die eingegangenen Schulden Fristgerecht zu tilgen. Eine hohe Bonität bedeutet niedriges Risiko. Die beste Bonität wird mit AAA oder aaa ausgewiesen.
RealisierungVerkauf einer Wertschriftenposition um einen Buchgewinn sicherzustellen oder einen Verlust zu begrenzen.
Realtime-KurseKurse, die ohne Zeitverzögerung übermittelt werden.
RealzinsZins nach Abzug der aktuellen Inflationsrate. Damit kann der Investor berechnen, wie hoch der Zins kaufkraftbereinigt ausfällt.
Relative StärkeMisst das Kursverhalten eines Titels im Vergleich zu einem Index. Die relative Stärke wird prozentual ausgewiesen. Eine relative Stärke von +10% bedeutet, dass sich die Aktie um 10% besser entwickelt hat als der Vergleichsindex. Die relative Stärke kann demnach einen negativen Wert aufweisen.
Rendite auf VerfallRendite, die der Eigentümer einer Obligation erhält, wenn er diese bis zur Rückzahlung behält.
Rendite-/ RisikoverhältnisFür das eingegangene Schwankungsrisiko möchte der Anleger eine möglichst hohe Rendite erhalten bzw. für eine vorgegebene erwartete Rendite ein möglichst tiefes Risiko tragen. Wenn das Verhältnis stimmt, spricht man von einem optimalen Rendite-/ Risikoverhältnis.
ResearchAnalyse von verschiedenen Anlagemöglichkeiten, um die zukünftigen Renditechancen und das Risiko abschätzen zu können. Professionelle Investoren oder Vermögensverwalter geben normalerweise viel Geld für Researchtätigkeiten aus. Bei der Bewirtschaftung von Wertschriftendepots ist ein ausgeprägtes und gut organisiertes Research unerlässlich.
RestlaufzeitZeitraum bis zur Rückzahlung einer Obligation oder bis zum Verfall eines Optionsrechtes. Bei einer Obligation kann der Anleger aufgrund des Kurses herleiten, wie hoch seine Rendite auf Verfall ist.
Risiko, systematischesDerjenige Teil des Gesamtrisikos von Wertschriften, der auch durch breite Diversifikation nicht weiter reduziert werden kann.
Risiko, unsystematischesTeil des Wertschriftenrisikos, der von unternehmensspezifischen Faktoren abhängt und durch breite Diversifikation reduziert werden kann.
RisikobereitschaftVersucht zu erklären, mit welchen Kursschwankungen der Anleger umgehen kann.
RisikofähigkeitDie Möglichkeit, sich einen Verlust im Anlagebereich finanziell auch wirklich leisten zu können. Im Gegensatz zur Risikobereitschaft ist die Risikofähigkeit ein objektives Kriterium.
RücknahmekommissionBei einigen Fonds wird eine Ausgabe- und/oder Rücknahmekommission belastet, die nicht mit dem Ausgabeaufschlag zu verwechseln ist. Sie dient dem Schutz der bestehenden Fondsanleger und hat zum Ziel, die durch Zu- und Abflüsse generierten Kosten wie beispielsweise Transaktionsgebühren für den Fonds bzw. die bestehenden Anleger, zu kompensieren.
RücknahmepreisPreis, zu dem Fondsgesellschaften Anteile von den Anlegern zurückkaufen. Der Rücknahmepreis entspricht dem inneren Wert des Anteils und wird im Normalfall täglich bewertet.
Säule 3aBildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
SchwellenländerBezeichnung für aufstrebende Volkswirtschaften Osteuropas, Asiens, Lateinamerikas und Afrikas, die ein starkes Wirtschaftswachstum ausweisen und sich "auf der Schwelle" zu Industriestaaten befinden.
Schwere AktienAktien, die auf Grund ihres Kurses optisch teuer (hoher Preis pro Aktie) sind und so weniger attraktiv erscheinen.
SekundärmarktHandel von Wertschriften an der Börse oder ausserbörslich nach deren Emission.
Selektionsprozess bei AnlageinstrumentenEin streng vorgegebener Selektionsprozess bei der Auswahl von Anlageinstrumenten ist vorteilhaft, weil dadurch subjektive Kriterien nicht zu stark ins Gewicht fallen. Die Kriterien der Selektion können beispielsweise sein: Detaillierte Rendite- und Risikovergleiche, Kostenstruktur, Fondsgesellschaft, Fondsmanager und Team, Vertriebsprovisionen, steuerliche Auswirkungen oder ähnliche Parameter.
Sell in May and go awayBörsenweisheit, die besagt, dass man im Mai die Aktien verkaufen und im Herbst wieder zurückkaufen soll. Sie stützt sich darauf, dass die Sommermonate in der Vergangenheit eher schwächere Renditen aufwiesen als die übrigen Monate.
Shareholder valueUnternehmenspolitik, die vor allem auf die Interessen der Aktionäre ausgerichtet ist und eine hohe Rendite anstrebt.
Shares/ StocksEnglischer Begriff für Aktien
Small CapsAktien von Unternehmen mit geringer Börsenkapitalisierung.
SpreadDifferenz zwischen dem Geld- und Briefkurs eines Wertpapiers oder von Devisen zum gleichen Zeitpunkt. Je besser ein Markt funktioniert, desto tiefer sind die Spreads. Der Spread ist die wichtigste Einnahmequelle der Banken bei Devisengeschäften.
Staatsobligationsiehe Bundesobligation
Staatsobligationsiehe Bundesobligation
StagflationPhase mit wirtschaftlichem Stillstand (Stagnation) und gleichzeitigem Kaufkraftverlust des Geldes (Inflation).
StandardwerteBezeichnung für Aktien grosser Unternehmen, auch Blue Chips genannt.
Stop-Loss AuftragAuftrag vom Investor seine Aktie beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses sofort und bestens zu verkaufen. Damit möchte er einen allfälligen Verlust begrenzen, ohne das Börsengeschehen ständig verfolgen zu müssen.
Strukturiertes FinanzproduktStrukturierte Finanzprodukte sind Finanzlösungen, bei denen herkömmliche Finanzanlagen mit Derivaten kombiniert werden. Sie werden zu einem eigenständigen Produkt verknüpft und zu einem Wertpapier verbrieft. Strukturierte Produkte haben den Vorteil, dass sie sehr individuell gestaltet werden können. Der Nachteil liegt in der geringen Transparenz, auch in bezug auf die Kosten. Die Rendite, beziehungsweise der Rückzahlungswert, eines strukturierten Produktes hängt üblicherweise von der Wertentwicklung eines oder mehrerer Basiswerte ab.
SwapEnglischer Begriff für Tausch. Banken tauschen je nach Bedarf untereinander Zins- und Währungsgeschäfte(Zins- und Devisenswaps).
TagesgültigAuftrag, der nur für diesen bestimmten Tag gültig ist. Falls das Geschäft nicht zu den vereinbarten Konditionen ausgeführt werden kann, erlischt der Auftrag.
Technische AnalyseSie stützt sich auf die Vergangenheit und stellt diese anhand von Charts grafisch dar. Aufgrund verschiedener Verläufe soll aus der Vergangenheit die zukünftige Entwicklung abgeleitet werden.
Technische ReaktionKurzfristige Gegenreaktion der Märkte gegen einen Trend. In einem steigendem Markt können die Märkte einmal korrigieren, ohne dass eine Trendwende eingeleitet wird. Investoren werten solche Reaktionen sogar als positiv. Dieselbe Reaktion gibt es bei fallenden Börsenkursen.
TermingeschäftZweiseitiges Geschäft betreffend einer bestimmten Ware, bei welchem der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und die Erfüllung auseinander gehen.
TerminhandelOrganisierter Handel von Finanzinstrumenten, Devisen und Waren auf einen späteren Termin. Der Abschluss des Vertrages und die Erfüllung fallen nicht gleichzeitig an.
ThesaurierungBegriff für die Wiederanlage von Dividenden und Couponszahlungen innerhalb eines Investmentfonds. Die Alternative dazu wäre eine Ausschüttung an die Investoren.
TotalverlustVerlust der gesamten Investition. Bei einzelnen Aktien ist ein totaler Verlust möglich, wenn das betreffende Unternehmen in Konkurs geht. Ein grosses Risiko von Totalverlusten geht der Investor beim Kauf von Optionen ein.
Track RecordBezeichnung für die Performance eines Fonds bzw. eines Fondsmanagers in der Vergangenheit.
Tracking Error (kurz TE)Bezeichnet die Standardabweichung der Differenzen zwischen der Rendite eines Portfolios und einer Benchmark. Ein niedriger Tracking Error bedeutet eine ähnliche Wertentwicklung des Portfolios wie der Index. Ein hoher Tracking Error bedeutet eine hohe durchschnittliche Abweichung zum Index. Einen Tracking Error von null erreicht man, wenn man einen Index perfekt abbildet. Dies ist auf Grund der Nachbildungsgebühren üblicherweise nicht möglich. Beispiel Tracking Error von 3: Die annualisierte Differenz zwischen Portfolio- und Benchmarkrendite liegt in zwei Dritteln aller Jahre zwischen -3% und +3%.
TraderHändler der sehr kurzfristig orientiert Wertschriften kauft und verkauft, um von den Kursschwankungen zu profitieren.
TradingKurzfristiges Kaufen und Verkaufen an der Börse, mit dem Ziel von Tagesschwankungen zu profitieren.
TurnaroundWenn ein Unternehmen aus einer sehr schlechten Situation heraus wieder nachhaltig Gewinne schreibt.
ÜberkauftTechnische Analysten sprechen von einem überkauften Markt, wenn die Kurse stark ansteigen und für eine Korrektur anfällig werden (Gegenteil: überverkauft).
ÜbernahmeWenn ein Unternehmen von einer anderen Firma aufgekauft wird. Damit die bisherigen Investoren ihre Aktien verkaufen, muss das neue Unternehmen einen Übernahmepreis offerieren, der über dem akuellen Kurs liegt.
ÜberverkauftWenn die Kurse stark gefallen sind, sprechen die technischen Analysten von einem überverkauften Markt und erwarten eine positive Gegenbewegung (Gegenteil: überkauft).
UmsatzSumme des gesamten Verkaufserlöses eines Unternehmens aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen.
UmwandlungssatzDarunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
Unabhängiger VermögensverwalterEin Vermögensverwalter, der nicht von einer Bank angestellt ist. Unabhängige Vermögensverwalter werden in der Schweiz oft auch als externe Vermögensverwalter bezeichnet. Der Begriff des externen Vermögensverwalters trifft die Berufsbezeichnung besser. Wirklich unabhängig können externe Vermögensverwalter nämlich selten agieren, weil sie mit einzelnen Banken oder Produktanbietern eng zusammen arbeiten oder Provisionen / Retrozessionen erhalten.
UnderperformanceBezeichnung für einen Kursverlauf von Wertpapieren, der schlechter ist als der Vergleichsindex (Benchmark).
Value StrategieAnlagestrategie, bei der Aktien mit einem verhältnismässig hohen Buchwert eingesetzt werden. Solche Titel weisen meistens ein tieferes Kurs-/ Gewinnverhältnis aus als der Marktdurchschnitt. Der Value Investor geht davon aus, dass die Börse die relative Unterbewertung langfristig wieder korrigiert und seine Aktien besser abschneiden als der Gesamtmarkt.
VermögenskategorieDarunter versteht man die Unterteilung des Vermögens in verschiedene Klassen. Die häufigsten Unterscheidungsmerkmale sind das eingegangene Risiko, die steuerliche Behandlung oder die zeitliche Verfügbarkeit der Gelder.
VermögensverwalterEin Vermögensverwalter betreut und verwaltet das Vermögen seiner Kunden und berät sie in Geld- und Vermögensfragen. Angeboten wird die Dienstleistung üblicherweise von Banken, unabhängigen (externen) Vermögensverwaltern, Finanz- und Vermögensberatern, Versicherungen, Treuhändern, Anwälten und teilweise auch von Privatpersonen. Vermögensverwalter können sich einerseits über das Kundenhonorar, andererseits über Retrozessionen finanzieren.
VermögensverwaltungBewirtschaftung des Wertschriftendepots durch einen Vermögensverwalter oder eine Bank. Der Kunde erteilt dem Vermögensverwalter den Auftrag, das Wertschriftendepot zu verwalten. Finanziert wird die Dienstleistung üblicherweise durch ein Honorar des Kunden und Retrozessionen / Kickbacks.
VermögensverwaltungsgebührEntschädigung des Vermögensverwalters für die Bewirtschaftung des Wertschriftendepots. Üblich ist eine prozentuale Gebühr und allenfalls eine Gewinnbeteiligung bei Erreichen einer überdurchschnittlichen Rendite.
VertriebsvereinbarungVertragliche Zusammenarbeit zwischen einem Produktanbieter (Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungen) und einem Vermittler. Dieser übernimmt für den Produktanbieter die Akquise und erhält dafür Provisionen. Vermittler bieten für die Produkte, bei denen sie eine Vertriebsvereinbarung eingegangen sind, Beratungsleistungen an.
Verwaltungsgebührsiehe Management Fee
VerwaltungsratDer Verwaltungsrat übernimmt die Oberleitung der Aktiengesellschaft und kann in allen Angelegenheiten Beschluss fassen, die nicht der Generalversammlung zugeteilt sind.
Vinkulierte NamenaktienAktie, die zur Übertragung die Zustimmung der Aktiengesellschaft erfordert.
VolumenrabattWie in anderen Wirtschaftsbereichen gibt es auch in der Finanzbranche eine Art Mengenrabatt. Da externe Vermögensverwalter grosse Handelsumsätze generieren, erhalten sie von der Bank Preisabschläge, die sie für sich behalten oder den Kunden weiterleiten können.
WachstumsaktieBezeichnung für die Aktie einer Firma mit stark steigenden Umsätzen und Gewinnen. Für solche Aktien sind die Investoren normalerweise bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.
WährungGesetzliches Zahlungsmittel eines Staates.
WährungsgewinnGewinn, der durch steigende ausländische Währungen erzielt wurde.
WährungsrisikoRisiko, das der Anleger in fremden Währungen trägt, weil sich diese gegenüber der eigenen Währung abwerten kann. Steigt die fremde Währung, kann der Investor dafür von einem Währungsgewinn profitieren.
Wall StreetStrasse in Manhattan, in der die New Yorker Börse beheimatet ist. Wenn ein Investor von der Wall Street spricht, meint er damit häufig die gesamte amerikanische Börse.
WandelanleiheEine Obligation, die der Käufer zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem im Voraus bestimmten Kurs in eine Aktie tauschen kann. Damit kann er teilweise von einem Kursanstieg der Aktie profitieren, ohne das gesamte Risiko zu tragen. Dafür erhält der Investor tiefere Couponszahlungen als bei einer normalen Obligation.
WandlungUmtausch einer Wandelanleihe in eine Aktie.
WarenbörseBörse für den Handel mit Rohstoffen wie Nahrungsmitteln oder landwirtschaftlichen Produkten.
WarentermingeschäftOrganisierter Handel mit Waren zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Durch solche Termingeschäfte können die Preise bereits im Voraus festgelegt werden, was die Absicherungskosten beider Parteien reduziert.
WarrantInternationaler Begriff für Optionsscheine.
WertpapierVerbrieftes Vermögensrecht in Form einer Urkunde, wobei das Recht ohne Urkunde weder geltend gemacht noch übertragen werden kann. Zu den wichtigsten Wertpapieren gehören Aktien und Obligationen.
WiederanlageWenn die Zinserträge innerhalb eines Fonds nicht an die Anteilsinhaber ausgeschüttet, sondern reinvestiert werden.
Windfall ProfitsGewinne, die ein Unternehmen zusätzlich erzielt, ohne etwas dazu beigetragen zu haben. Meistens fallen solche Gewinne aufgrund von Änderungen der Marktsituation an. So führen zum Beispiel steigende Goldpreise zu höheren Margen bei Goldminen.
ZertifikatFinanzinstrument mit einer meistens begrenzten Laufzeit. Der Inhaber partizipiert dabei an der Kursentwicklung eines zugrundeliegenden Baskets oder Indices.
Zinssensitive AktienAktien, die stark auf Änderungen des Zinsumfeldes reagieren. Zu diesen Unternehmen gehören Banken und Versicherungen, weil ihre Rentabilität stärker vom Zinsumfeld abhängig ist als andere Branchen.
Zyklische AktienAktien von Unternehmen, deren Umsatz- und Gewinnentwicklung stark vom Konjunkturverlauf abhängig sind.
Typische zyklische Branchen sind Metall, Maschinenbau, Basischemie und Erdölförderung.