Effekt / Einfluss von Gebühren auf die Rendite

Gebühren von Fonds reduzieren die Netto-Rendite

Die Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
von Finanzprodukten oder Wertschriftendepots Aufbewahrungsort für Wertgegenstände im weitesten Sinne. Bei Wertpapieren ist das Depot der Ort, wo das Bankinstitut die Wertpapiere für seine Kunden führt. Normalerweise verlangen die Geldinstitute eine Gebühr für die Depotführung.
wird oftmals verglichen, ohne alle Gebühren zu berücksichtigen. Versteckte Kosten drücken die Rendite genau gleich wie die Courtage, Gebühren, die der Kunde seiner Bank für den Kauf und Verkauf von Wertschriften bezahlt. Meistens entspricht der Betrag einem prozentualen Wert der Transaktionsgrösse.
Produktkosten oder Depotführungsgebühren. Für die Aufbewahrung der Kundengelder verlangen die Depotbanken eine prozentuale Gebühr des deponierten Vermögens.
Bei gewissen Anlagekategorien gehört die Optimierung der Kosten und Gebühren zum effizientesten Mittel, um die Nettorendite Die tatsächliche Rendite einer Geldanlage nach Abzug der Kosten der Anlage.
zu erhöhen. Ein Beispiel bei einer Investition in Obligationen Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
verdeutlicht dies.

 

Berechnungsbeispiel 1 (Gesamtgebühren aktiv verwalteter Fonds)

Obligationenfonds CHF aktiv, durchschnittliche Restlaufzeit der enthaltenen Obligationen: Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
5 Jahre, Haltefrist des Fonds: Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
3 Jahre. Die Gebühren* verstehen sich als Durchschnittswerte.

Zu erwartende Rendite vor Gebühren (Zinsniveau CHF)
Ausgabeaufschlag Oft werden dem Kunden beim Kauf eines Fonds Kommissionen in Rechnung gestellt. Diese können je nach Fonds und Anbieter bis 5% ausmachen und gehen zu Lasten des Investors bzw. dessen Rendite.
(einmalig beim Kauf 1.5%)
Courtage (einmalig beim Kauf 1%)
Jährliche Verwaltungsgebühr Jährliche Verwaltungsgebühr von Wertschriftenfonds und ähnlichen Produkten wie Zertifikate, ETF's und strukturierte Produkte. Sie werden in Prozent des investierten Kapitals berechnet. Es gibt erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern und Produktarten. Je nach Finanzprodukt können zur Management Fee weitere Produktgebühren (z.B. für den Vertrieb, die Administration etc.) hinzukommen. des Fonds
Sonstige Kosten des Fonds (Administration, Vertrieb etc.)
Jährliche Depotführungsgebühr

Nettorendite aktiver Fonds nach allen Gebühren 

2.5% p.a.
-0.50% p.a.
-0.33% p.a.
-0.80% p.a.
-0.40% p.a.
-0.20% p.a.

0.27% p.a.

Berechnungsbeispiel 2 (Gesamtgebühren passiv verwalteter Fonds)

Obligationenfonds CHF passiv (z.B. ETF), Abkürzung für den englischen Begriff Exchange Traded Funds oder Indexaktie. Indexaktien haben das Ziel, die Wertentwicklung eines bestimmten Indices wie zum Beispiel des SMI nachzubilden. Da bei einer Indexaktie auf ein aktives Management der Gelder verzichtet wird, fallen die jährlichen Gebühren deutlich tiefer aus als bei einem üblichen Aktienfonds und der Ausgabeaufschlag entfällt vollständig. Der Anleger kann je nach Index trotzdem von einer breiten Diversifikation profitieren. Üblicherweise fliessen bei ETF's keine oder nur sehr geringe Retrozessionen / Provisionen, weil die Gebühren zu tief sind um hohe Vertriebsprämien damit finanzieren zu können.
durchschnittliche Restlaufzeit der enthaltenen Obligationen: 5 Jahre, Haltefrist des Fonds: 3 Jahre. Die Gebühren* verstehen sich als Durchschnittswerte.

Zu erwartende Rendite vor Gebühren (Zinsniveau CHF)
Ausgabeaufschlag (entfällt bei ETF's vollständig)
Courtage (einmalig beim Kauf 1%)
Jährliche Verwaltungsgebühr des Fonds
Sonstige Kosten des Fonds (Administration, Vertrieb etc.)
Jährliche Depotführungsgebühr

Nettorendite passiver Fonds nach allen Gebühren 

2.5% p.a.
-0.00% p.a.
-0.33% p.a.
-0.10% p.a.
-0.06% p.a.
-0.20% p.a.

1.81% p.a.

 

Beim aktiv verwalteten Obligationenfonds werden gemäss Beispiel fast 90% der Rendite durch die Gebühren "vernichtet". Bei einer langfristigen Betrachtung kommt zusätzlich der Zinseszinseffekt zum Tragen, was untenstehende Grafik für einen Investitionsbetrag von 100'000 Franken verdeutlicht. 

weiss

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Über eine Dauer von 10 Jahren erwirtschaftete ein Anleger bei einem investierten Kapital von 100'000 Franken in einen aktiv verwalteten und dadurch gebührenintensiven Fonds gemäss Berechnungsbeispiel rund 2'700 Franken. Mit einem ETF sind es wegen der attraktiveren Gebührenstruktur rund 19'600 Franken. Dies ergibt eine Differenz von fast 17'000 Franken. Erhöht man das investierte Kapital auf 500'000 Franken und den Anlagehorizont auf 25 Jahre, beträgt die Differenz sogar fast 250'000 Franken. Das Risiko der beiden Anlagen ist gleich hoch.

 

 

*Auf eine Abdiskontierung der über mehrere Jahre anfallenden Gebühren wurde aus Darstellungsgründen verzichtet.