Strategiefonds
Strategiefonds (auch Mischfonds oder Portfoliofonds genannt) sind eine Art Anlagefonds, Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren. die in verschiedene Anlagekategorien gleichzeitig investieren. Die meisten Strategiefonds kombinieren CHF-Obligationen, Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
Fremdwährungsobligationen und Aktien Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
miteinander. Dank Strategiefonds kann bereits mit einem kleinen Anlagebetrag eine Anlagestrategie Häufig verwendete Bezeichnung für die Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Anlagekategorien mit unterschiedlichem Risiko. Die gewählte Anlagestrategie ist sehr entscheidend für die Schwankungen des Anlagevermögens und die erwartete langfristige Rendite.
verfolgt werden. Bei Strategiefonds steht nicht die Renditeoptimierung, sondern der Diversifikationseffekt Begriff für die breite Streuung von Wertschriftenanlagen, um das Risiko von Verlusten zu reduzieren. Der Anleger muss jedoch berücksichtigen, dass er das sogenannte systematische Risiko (Marktrisiko) von Wertschriften nicht reduzieren kann.
im Vordergrund. Die einzelnen Anlageklassen verhalten sich in der Regel sehr ähnlich wie der zugrunde liegende Index. Ein Index ist eine Kennzahl für die Entwicklung der Wertpapiere eines bestimmten Marktsegmentes. Die wichtigsten Aktienindices der Schweiz sind der SMI und der SPI. Ein Index widerspiegelt die Entwicklung des ganzen Segmentes. In den meisten Indices sind die einzelnen Aktien nach Ihrer Marktkapitalisierung, also ihrem tatsächlichen Börsenwert gewichtet.
Strategiefonds sind sehr teuer: Die Gebühren belaufen sich auf 1% bis 2.5% pro Jahr. Beim Vergleich von Strategiefonds ist der Vergleich der Gebühren ein zentraler Punkt.
Es gibt Banken und Vermögensverwalter, Ein Vermögensverwalter betreut und verwaltet das Vermögen seiner Kunden und berät sie in Geld- und Vermögensfragen. Angeboten wird die Dienstleistung üblicherweise von Banken, unabhängigen (externen) Vermögensverwaltern, Finanz- und Vermögensberatern, Versicherungen, Treuhändern, Anwälten und teilweise auch von Privatpersonen. Vermögensverwalter können sich einerseits über das Kundenhonorar, andererseits über Retrozessionen finanzieren. die ihren Kunden mit weniger Vermögen (Kunden bis circa 100'000 Franken) Strategiefonds empfehlen. Bei Banken ist die Beratung in diesem Fall kostenlos und die hohen Gebühren zumindest teilweise gerechtfertigt. Externe Vermögensverwalter versprechen ihren Kunden, dass sie jeweils die besten Strategiefonds suchen und so einen Mehrwert schaffen. Für diese Dienstleistung verlangen sie zusätzlich eine Gebühr von bis zu 1% pro Jahr. Weil die verschiedenen Strategiefonds sehr ähnlich investieren, wird es wohl kaum möglich sein diese Mehrkosten durch eine höhere Rendite zu kompensieren. Vielmehr versuchen externe Vermögensverwalter durch Strategiefonds bei kleineren Kunden eine höhere Marge bei kleinerem (standardisiertem) Aufwand zu erzielen als bei ihren grösseren Kunden. Dies ist möglich, weil bei Strategiefonds zusätzlich zur Verwaltungsgebühr des Vermögensverwalters hohe Retrozessionen fliessen.
Die meisten Banken haben eigene Strategiefonds und empfehlen ihren Kunden üblicherweise ihre eigenen Produkte. Retrozessionen Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter oder Finanzberater. Beim Einsatz fremder Produkte erhalten auch Banken Retrozessionen von Produktanbietern (Produkt-Retrozessionen). Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind die Retrozessionen im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Finanzprodukte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Retrozessionen können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden. Umgangssprachlich werden Retrozessionen oft auch als Retros oder Kickbacks bezeichnet. werden dann bezahlt, wenn nicht bankeigene Produkte eingesetzt werden oder die Strategiefonds von einem unabhängigen Vermögensverwalter / Finanzberater vertrieben werden. Als Faustregel gilt, dass rund die Hälfte der für den Kunden entstehenden Gebühren als Provisionen weiter vergütet werden. Die Retrozessionen können daher je nach Produkt bei über einem Prozent des investierten Kapitals pro Jahr liegen.
Ab circa 50'000 Franken ist es möglich, durch ETF (Exchange Traded Funds) Abkürzung für den englischen Begriff Exchange Traded Funds oder Indexaktie. Indexaktien haben das Ziel, die Wertentwicklung eines bestimmten Indices wie zum Beispiel des SMI nachzubilden. Da bei einer Indexaktie auf ein aktives Management der Gelder verzichtet wird, fallen die jährlichen Gebühren deutlich tiefer aus als bei einem üblichen Aktienfonds und der Ausgabeaufschlag entfällt vollständig. Der Anleger kann je nach Index trotzdem von einer breiten Diversifikation profitieren. Üblicherweise fliessen bei ETF's keine oder nur sehr geringe Retrozessionen / Provisionen, weil die Gebühren zu tief sind um hohe Vertriebsprämien damit finanzieren zu können.
kostengünstig und effizient zu investieren. Die Diversifikation ist bei ETF genau gleich oder sogar besser gewährleistet als bei Strategiefonds. Weil die Marge jedoch deutlich tiefer ist, werden ETF von Beratern oder unabhängigen Vermögensverwaltern nur selten empfohlen.
Werden Strategiefonds bei einem Anlagevermögen von über 100'000 Franken empfohlen, sollte der Anleger unbedingt andere Alternatvien prüfen. Der Verdacht, dass dem Berater eine möglichst hohe Marge wichtiger ist als das Wohl des Kunden, ist angebracht.
Dazu ein Beispiel mit einem Strategiefonds mit einem Aktienanteil von 35%. Bei den Aktien darf ein optimistischer Anleger mit einer langfristigen Rendite (bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren) von etwa 8% rechnen. Bei Schweizer Franken Obligationen sind es etwa 2%. Beim Strategiefonds darf also eine Rendite von etwa 4.1% vor Gebühren gerechnet werden. Diese Rendite wird wohl kaum übertroffen, weil alle Strategiefonds sehr ähnlich wie der Gesamtmarkt investieren. Werden die Gebühren von 2% (Fondsgebühren) und 1% (Annahem: Gebühr Vermögensverwalter) abgezogen beläuft sich die Rendite auf 1.1% p.a.. Trotz der tiefen Renditeerwartung muss bei Börsenkorrekturen mit Verlusten gerechnet werden. In vielen Fällen ist es also vorteilhafter, nur in Obligationen (oder ETF) zu investieren und umso mehr auf die Gebühren zu achten.
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