Hedge Funds / Funds of Hedge Funds

Was sind Hedge Funds?

Hedge Funds Investmentfonds, der in seiner Anlagepolitik rechtlich sehr frei ist. Unabhängig vom Marktumfeld wird im Normalfall eine ständig positive Rendite angestrebt.
verfolgen üblicherweise eine Strategie, die sich von traditionellen benchmarkgebundenen Massstab zur vergleichenden Evaluierung der Rendite einer Investitione oder eines Anlegers. Meistens wird ein bekannter Index als Messlatte gewählt. Für weltweit investierende Aktienanleger ist das der MSCI World. Ziel des Anlegers muss sein, den gewählten Index langfristig zu übertreffen ohne ein höheres Risiko einzugehen.
Ansätzen unterscheidet. Manager von Hedge Funds haben im Vergleich zu herkömmlichen Anlagefonds Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren. sehr grosse Freiheiten. Je nach Ausrichtung des Fonds handelt es sich um defensive Anlageinstrumente bis hin zu hoch riskanten Vehikeln. Die Kompetenz des Fondsmanagers ist bei Hedge Funds von grosser Wichtigkeit, weil Hedge Funds oft mit innovativen Anlagekonzepten arbeiten, die sie ständig weiter entwickeln. Das Ziel eines Hedge Funds ist es, positive Renditen in steigenden wie in fallenden Märkten zu erzielen (Absolute Return Ansatz). Dies gelingt bei weitem nicht allen Fondsmanagern. Hedge Funds sollten als Diversifikationsinstrument Begriff für die breite Streuung von Wertschriftenanlagen, um das Risiko von Verlusten zu reduzieren. Der Anleger muss jedoch berücksichtigen, dass er das sogenannte systematische Risiko (Marktrisiko) von Wertschriften nicht reduzieren kann.
verstanden und als Stabilisatoren in einem Portfolio Gesamtbestand von Wertschriften innerhalb eines Depots.
eingesetzt werden. Die Risiken sind weniger kalkulierbar und können auch deutlich höher sein als bei herkömmlichen Fonds.

 

Hedge Funds haben eine viel grössere Bandbreite an Anlagemöglichkeiten als herkömmliche Anlagefonds. Sie können in Aktien, Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
Waren, Zinsen, Währungen, Ausländische Währungen.
Rohstoffe etc. investieren. Mit verschiedenen Instrumenten und Techniken wie Futures, International gebräuchliche Bezeichnung für börsengehandelte Termingeschäfte. Das Wort ist vom englischen Wort für Zukunft abgeleitet, weil die Lieferung und Zahlung bei Termingeschäften in der Zukunft liegen. Im Gegensatz zur Option handelt es sich beim Future um einen verbindlichen Vertrag zwischen zwei Parteien.
Optionen Das Recht, ein nach Preis und Menge bestimmtes Angebot innerhalb einer bestimmten Frist oder am Ende der Laufzeit anzunehmen oder abzulehnen. Eine Option bezieht sich hauptsächlich auf Aktien, Devisen, Waren oder Derivate (siehe auch Call- und Put-Optionen).
und andere Derivate Sammelbegriff für Finanzinstrumente, die von anderen Basiswerten abgeleitet sind und deren Kurse von der Preisentwicklung dieser Werte abhängig sind. Oft werden Derivate mit einem Hebeleffekt ausgestattet und reagieren damit überproportional auf Kursbewegungen des Basiswertes. Sie können zur Absicherung von Wertschriftendepots oder auch als Spekulationsinstrumente eingesetzt werden.
sowie Short-Selling, Stock Borrowing & Lending und Leverage versuchen sie, Chancen und Trends auszunutzen.

Funds of Hedge Funds / Dachfonds

Anleger können in einen einzelnen Hedge Fund investieren oder in einen Dachfonds. Eine Art von Investmentfonds, bei der vom Fondsmanager nicht in einzelne Titel, sondern in andere Fonds investiert wird. Ziel ist eine noch grössere Diversifikaktion zu erreichen. Diese Art von Fonds haben hohe (z.T. versteckte) Gebühren.
Ein Dachfonds ist ein Anlagefonds, der nicht direkt in einzelne Finanzinstrumente, sondern in andere Fonds / Hedge Funds investiert. Bei einem Dachfonds sind die Risiken üblicherweise kleiner als bei einem Einzelinvestment in einen Hedge Fund, weil verschiedene Strategien im Dachfonds vertreten sind. Als Investitionsmöglichkeit kommt für Privatanleger in erster Linie ein Dachfonds in Frage. Die Vorteile sind folgende:

  • Auswahl der einzelnen Hedge Funds durch einen Spezialisten
  • Reduktion des Managerrisikos
  • Einfacher Zugang (keine Mindestinvestitionssumme)
  • Sichergestellte Liquidität
  • Dachfondsmanager erhält mehr Informationen als ein Privatanleger

Gebühren bei Hedge Funds

Die Gebühren von Hedge Funds sind im Vergleich zu herkömmlichen Anlagefonds und anderen Finanzinstrumenten hoch. Die meisten Anbieter verlangen eine Verwaltungsgebühr Jährliche Verwaltungsgebühr von Wertschriftenfonds und ähnlichen Produkten wie Zertifikate, ETF's und strukturierte Produkte. Sie werden in Prozent des investierten Kapitals berechnet. Es gibt erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern und Produktarten. Je nach Finanzprodukt können zur Management Fee weitere Produktgebühren (z.B. für den Vertrieb, die Administration etc.) hinzukommen. von 1% bis 2.5% und zusätzlich eine Performance Gebräuchliche englische Bezeichnung für Rendite. Stellt die prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum dar. Die Performance kann in absoluten Zahlen oder im Vergleich zu einem Vergleichsindex ermittelt werden.
Fee von 10% bis 30%, wenn eine gewisse Hürde überschritten wird. Als Hürde gelten in der Regel 4% bis 6% Rendite p.a.. Die meisten Hedge Funds wenden das System einer High-Water-Mark Prinzip, wonach ein Vermögensverwalter erst dann wieder an Gewinnen beteiligt wird, wenn eventuelle Verluste aus früheren Abrechnungsperioden durch erwirtschaftete Gewinne vollständig kompensiert sind. an. Weil die Fonds sehr aktiv verwaltet werden, sind bei einem Hedge Funds auch die internen Transaktionskosten höher als bei anderen Fonds. Gesamtkosten von 3% und mehr pro Jahr sind üblich. Die meisten Kosten sind im Fondsprospekt ersichtlich. Sie werden direkt mit der Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
des Fonds verrechnet. Bei Dachfonds sind die Gebühren höher, weil zwei mal für die Verwaltung bezahlt werden muss (einmal bei jedem einzelnen Fonds, ein zweites Mal beim Fund of Fund).

Retrozessionen bei Hedge Funds

Weil die Gebühren bei Hedge Funds höher sind als bei anderen Finanzinstrumenten, können tendenziell auch überdurchschnittlich hohe Retrozessionen Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter oder Finanzberater. Beim Einsatz fremder Produkte erhalten auch Banken Retrozessionen von Produktanbietern (Produkt-Retrozessionen). Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind die Retrozessionen im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Finanzprodukte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Retrozessionen können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden. Umgangssprachlich werden Retrozessionen oft auch als Retros oder Kickbacks bezeichnet. bezahlt werden. Bei einigen Anbietern kann der Vermögensverwalter Ein Vermögensverwalter betreut und verwaltet das Vermögen seiner Kunden und berät sie in Geld- und Vermögensfragen. Angeboten wird die Dienstleistung üblicherweise von Banken, unabhängigen (externen) Vermögensverwaltern, Finanz- und Vermögensberatern, Versicherungen, Treuhändern, Anwälten und teilweise auch von Privatpersonen. Vermögensverwalter können sich einerseits über das Kundenhonorar, andererseits über Retrozessionen finanzieren. oder Vertriebspartner Viele unabhängige Produktanbieter in der Finanzindustrie haben kein eigenes Vertriebsnetz bzw. keinen eigenen Kundenstamm. Beim Vertrieb brauchen sie Partner, um ihre Produkte in die Kundendepots zu bringen. Dafür gibt es Vertriebsgesellschaften, die sich auf Akquisition von Kunden spezialisiert haben. Sie Beraten Kunden über die jeweiligen Produkte und erhalten dafür oftmals eine Provision / Arbeitsentschädigung des Produktanbieters. Die Höhe der Provisionen variiert von Produkt zu Produkt stark. auswählen, ob er eine Abschlussprovision Oft auch als Verkaufsprovision bezeichnet. Entgelt für die Vermittlung von Finanzprodukten im Banken- und Versicherungsbereich. Die Provisionen werden indirekt durch Kosten und Gebühren, welche der Anleger zu zahlen hat, finanziert.
kombiniert mit einer tiefen Bestandsretrozession Sie werden in regelmässigen Abständen von Banken oder Anbietern von Finanzprodukten bezahlt. Der Grund für die Zahlung ist kein einmaliges Ereignis (wie beispielsweise eine Transaktion), sondern die Tatsache, dass ein gewisser Zustand (beispielsweise das Halten eines Finanzproduktes) über einen gewissen Zeitraum vorliegt. Vermögensverwalter werden beispielsweise von Produktanbieter oftmals belohnt, wenn sie Fonds oder strukturierte Finanzlösungen während einer gewissen Zeit in den Depots ihrer Kunden halten. möchte oder ob nur eine (höhere) Bestandsprovision ausbezahlt werden soll. Retrozessionen von gesamthaft über 1% p.a. des in den Fonds investierten Kapitals sind möglich. Teilweise gibt es auch eine sogenannte institutionelle Institutionelle Anleger sind üblicherweise juristische Personen, die mit hohen Investitionsvolumen am Kapitalmarkt auftreten. Dazu zählen beispielsweise Banken, Kreditinstitute, Pensionskassen, Versicherungen oder Investmentgesellschaften. Tranche, die deutlich tiefere Gebühren verlangt aber keine Retrozessionen bezahlt.