Vermögensberatung gegen Honorar

Vorteile einer Beratung gegen Honorar

Es können Bereiche detailliert analysiert werden, bei denen nicht ein Produkt, sondern finanztechnische Massnahmen und Gesamtoptimierung im Vordergrund stehen. Dabei kann es sich beispielsweise um umfassende Finanz- oder Steuerplanung oder detaillierte Gesamtvermögensanalysen Aufteilung des Gesamtvermögens (inkl. Vorsorgegelder, Liegenschaften und weitere Vermögenswerte) auf verschiedene Risikokategorien. Ermöglicht die Hinterfragung und Steuerung des insgesamt eingegangen Anlagerisikos.
handeln. Finanziert sich ein Vermögensberater hauptsächlich durch das Beratungshonorar, können bei Produktempfehlungen Produkte mit tiefen Gesamtkosten vorgeschlagen werden. Das bringt dem Kunden langfristig eine höhere Nettorendite Die tatsächliche Rendite einer Geldanlage nach Abzug der Kosten der Anlage.
und die Kosten einer umfassenden Vermögensberatung können oftmals um ein vielfaches kompensiert werden. Weiter ist der Berater nicht darauf angewiesen, dass bei Produktempfehlungen der Abschluss über ihn getätigt wird. Dadurch ist die Umsetzung bis zu einem gewissen Grad losgelöst von der Beratung.

Honorarberatung ist nicht automatisch unabhängig

Oftmals denken Privatanleger, wenn für eine Vermögensberatung ein (hohes) Honorar verlangt wird, sei diese neutral. Das ist nicht automatisch der Fall. Denn Provisionen Eine Provision (in der Finanzbranche auch als Vermittlungsprovision, Verkaufsprovision, Kickback oder Retrozessionen bezeichnet) ist ein Entgelt, welches ein Berater, beziehungsweise ein Verkäufer oder Vermittler für seine Tätigkeit erhält. Bezahlt werden Provisionen/Retrozessionen an verschiedenste Beratungsunternehmen oder Berater in der Finanzbranche. So beispielsweise an Finanzberater, Versicherungsberater, Versicherungsvertreter, Produktvermittler, Banken, Vermögensverwalter, Hypothekenberater oder andere Institutionen, die Finanzlösungen für ihre Kunden einsetzen oder vertreiben. Finanziert werden die Retrozessionen üblicherweise vom Kunden, nämlich durch höhere Gebühren. Provisionen können beim Berater Anreize schaffen, die nicht im Interesse der Kunden sind. Verbreitet sind Retrozessionen in der gesamten Finanz- und Versicherungsbranche. können bei einer Honorarberatung genau gleich fliessen wie bei einer Gratisberatung. Im schlimmsten Fall ist der Kunde sogar doppelt benachteiligt: Er gibt Geld aus für die Beratung und hat danach trotzdem teure Produkte mit hohen Kickbacks Sammelbegriff für Rückvergütungen (Retrozessionen) von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter, Finanzberater oder einen anderen Finanzintermediär. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und in der Finanz- und Versicherungsbranche weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen und der Vermittlung von Hypotheken als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie z.B. Anlagefonds, Hedge Funds oder strukturierten Produkten bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden. im Depot.

Transparenz fördert eine neutrale Vermögensberatung

Genau gleich wie bei einer Gratisberatung ist der Kunde gut bedient, wenn er sich detailliert über die Vorgehensweise des jeweiligen Instituts orientieren lässt und Vorschläge überprüft. Unabhängig kann ein Berater agieren, wenn er alle erhaltenen Provisionen transparent offen legt und bestätigt, dass er keine weiteren Rückvergütungen erhält. Nachweisbar unabhängig ist ein Berater, wenn er sich ausschliesslich durch das Beratungshonorar finanziert und Provisionen vollständig an den Kunden weiter gibt oder mit seinem Honorar verrechnet.

 

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